15. Februar 2011

Erfahrungsbericht: Installation Windows SBS 2008 Premium mit AnNoText 2009

Nachdem wir bereits diverse Kanzlei-Netzwerke mit RA-Micro und Phantasy betreut haben, soll dieser kurze Bericht unsere ersten Erfahrungen mit AnNoText 2009 schildern. Das Projekt umfasste die Installation eines kompletten neuen Netzwerkes, bestehend aus zwei Servern und mehreren Windows 7 Professional Clients mit Office 2010. Ein Server dient mit dem Betriebssystem Microsoft Windows SBS 2008 als DC, Exchange- und Backup-Server, der andere übernimmt mit Windows 2008 Server Standard R2 die Funktionalität des File- und SQL-Servers. Nach der Installation der Domäne, der Konfiguration des Exchange-Servers und der Drucker ging es an die Annotext-Installation. Bei der Installation orientierten wir uns so weit wie möglich an der mitgelieferten Anleitung. Etwas irritiert waren wir dabei von Kontinuität der Anleitung, einerseits wurden sogar einfache Schritte ausführlich mit Screenshots erklärt, andererseits aber einige komplexere Vorgänge komplett ausgelassen.

Zuerst haben wir die Installation des SQL Server Standard 2008 auf dem Windows 2008 Server Standard R2 vorgenommen. In den SQL-Server wurden dann die von AnNoText auf der Installations-DVD mitgelieferten Datenbanken eingehängt. Anschließend haben wir einen SQL-Benutzer erstellt und ihn in den jeweiligen Datenbanken den Gruppen db_owner und public hinzugefügt. Wichtig: Für AnNoText muss dabei die SQL-Authentifizierung benutzt werden, die Windows-Authentifizierung wird nicht unterstützt.

Danach wurde die Installation von einem der Arbeitsplätze aus gestartet. Auf den Arbeitsplatzen wurde Office 2010 Home and Business zuvor bereits installiert. Diese Version wird von Annotext auch bereits offiziell unterstützt. Bei der Überprüfung der Installationsvorraussetzung wurde dann selbstständig das Setup der Office 2007 Primary Interop Assemblies ausgeführt. Dabei erschien dann die Fehlermeldung, daß keine installierte Office 2007 Version gefunden werden konnten.  Nach einer manuellen Installation der entsprechenden Pakete  für Office 2010 (http://www.microsoft.com/downloads/en/details.aspx?FamilyID=938fe8ad-583b-4bd7-a345-23250dc15855) starteten wir die Installation erneut. Die weiterhin auftauchende Warnung ignorierten wir einfach. Der weitere Verlauf des Setups war glücklicherweise selbsterklärend und auch ausreichend verständlich in der Dokumentation geschildert.

Nach der Installation des ersten Arbeitsplatzes können dann alle weiteren Clients durch Ausführen der Datei „<Netzlaufwerk>\AnNoText GmbH\Wsetup\Intro.exe“ installiert werden.

Anschließend erfolgte die Einrichtung der Serverdienste ebenfalls nach Dokumentation. Für die Dienst-Anmeldung haben wir einen Annotext-Dienst-Benutzer erstellt.  Diesem Benutzer sollte zusätzlich die Berechtigung “Als Dienst anmelden erlauben” in den lokalen Sicherheitsrichtlinien (bzw. bei Domänencontrollern in der Domaincontroller Security Policy) gewährt werden.

Ein Test der Software bzw. die Einrichtung von Benutzerzugängen war uns leider erst am nächsten Werktag möglich, da das Standardkennwort „eurostar“, das für den Zugang zur Administrationskonsole erforderlich ist, nicht in der Dokumentation hinterlegt war.

Am nächsten Tag sollten dann die von der Firma AnNoText von der Vorgängerversion zu Annotext 2009 konvertierten Datenbanken eingespielt werden. Die Daten wurden per Kurier auf einer Festplatte angeliefert und ein Ansprechpartner von Annotext stand bereit, um die Installation per Netviewer-Zugriff kurzfristig durchzuführen. Leider stellte sich dabei  heraus, daß die Konvertierung bereits für die neueste Version von Annotext 2009 durchgeführt worden war. Der Kanzlei waren jedoch versehentlich noch die alten Installationsmedien zugesandt worden, obwohl ein neueres Update zum Zeitpunkt der Lieferung bereits verfügbar war. Glücklicherweise ließ sich die Annotext-Installation relativ simpel aktualisieren: Es mussten einfach nur diverse Dateien in den verschiedenen Installationsverzeichnissen durch die neueren aus dem Update ersetzt werden. Das Update der Clients erfolgte beim nächsten Start der Anwendung dann ohne weiteres Zutun. Danach ließen sich die Datenbanken öffnen und funktionierten auch scheinbar problemlos. Später stellte sich jedoch heraus, daß  sich die Anhänge der einzelnen Akten nicht öffnen ließen. Dieses Problem wurde dann am nächsten Tag durch ein von Annotext erstelltes Migrationsskript gelöst.

Rückblickend können wir festhalten, daß die ganze Installation überraschend problemlos ablief. Die aufgetretenen Komplikationen hätten zwar im Vorfeld durch AnNoText vermieden werden können, wurden aber glücklicherweise alle recht kurzfristig vom Support der Firma gelöst.